23. April 2010
18. April 2010
LHG: “Menschenhass unter dem Deckmantel der Friedenspolitik”
Die Liberale Hochschulgruppe an der Uni Bielefeld ist entsetzt über den Umgang der Antifa-AG mit dem Thema Afghanistan-Einsatz. Außen an ihrem Büro hat die AG gut sichtbar ein Plakat befestigt, welches deutsche Soldaten zeigt, die einen Sarg eskortieren, was mit der Überschrift “Die Bundeswehr auf dem richtigen Weg: Schritt zur Abrüstung – wieder einer weniger.” kommentiert wird. „Wer den Tod anderer Menschen für seine eigenen Zwecke instrumentalisiert, disqualifiziert sich für jede weitere politische Auseinandersetzung“, so die LHG-Vorsitzende Roga Sahba Afradi.
Ebenso wenig wie solche Plakate sei nach Meinung der LHG hinnehmbar, wie die Antifa-AG mit Kommilitonen umgehe, die sich darüber beschweren. „Dass Studierende, die sich über das Plakat beschweren, mit Plattitüden abgebügelt werden wie etwa der, dass die Soldaten ‚selbst schuld‘ seien, zeigt die unglaubliche Ignoranz und den Menschenhass, den diese Gruppierung hier zu pflegen scheint“, so Afradi . Der Vorgang zeige auch, dass das Interesse der Antifa-AG nicht etwa im Kampf gegen Extremismus liege, sondern im Vorantreiben diverser extremistischer politischer Ziele, die selten etwas mit Kampf gegen tatsächlichen Faschismus zu tun haben. In ihrer derzeitigen Form sei die Antifa-AG deswegen nicht weiter hinnehmbar und müsse aufgelöst werden.
17. April 2010
Junge Liberale kritisieren Fehlplanung von MoBiel
Die Jungen Liberalen Bielefeld zeigen sich verärgert über die Planung der Gleisbauarbeiten, welche eine mehrwöchige Sperrung der Haltestellen Jahnplatz, Rathaus und Landgericht für die Linie 4 zur Folge haben. Die JuLis kritisierten dabei insbesondere die zeitliche Platzierung der Sperrung.
“Für die Gleisbauarbeiten wäre auch schon während der vergangenen Semesterferien Zeit gewesen. Dass ausgerechnet exakt zu Beginn der Vorlesungszeit die Haltestellen für die Linie 4 gesperrt werden, ist insbesondere für Studierende sehr ärgerlich”, äußerte sich Marvin Hartwig, stellvertretender Kreisvorsitzender der Jungen Liberalen, zu der aktuellen Situation der Stadtbahnlinie.
Für die JuLis sei klar: Künftige Planungen müssten besser auf die Bedürfnisse von Fahrgastgruppen wie Studenten abgestimmt werden. Auch die Informationspolitik von MoBiel in Form von Hinweisschildern oder beratendem Personal an der Haltestelle Hauptbahnhof sei “stark ausbaufähig”.
16. April 2010
Blog Post: Der (fast) vergessene Schurkenstaat
Von Gregor Spalek
Seit vielen Jahren beherrscht die iranische Regierung mit ihrer aggressiven und hasserfüllten Außenpolitik die Debatten in Deutschland und der Welt. Ein anderer Staat, von Deutschland weit entfernt, bekommt dabei zumindest bei uns erstaunlicherweise recht wenig Aufmerksamkeit, obwohl die von ihm ausgehende Bedrohung für den Weltfrieden nicht minder klein ist und die Bändigung dieser Gefahr noch um einiges komplizierter, wenn nicht sogar recht aussichtslos scheint.
Im Gegensatz zum Iran, der aller Wahrscheinlichkeit nach an der Atombombe noch “bastelt”, hat sich die “Demokratische” Volksrepublik Korea schon im Jahre 2005 offiziell zur Atommacht erklärt und im Jahr 2009 einen Atombombentest durchgeführt, der aufgrund der von ihm verursachten seismischen Wellen auf eine Sprengkraft von rund 20 Kilotonnen TNT schließen lässt (zum Vergleich: Die Hiroshima-Bombe hatte eine Sprengkraft von 12,5 Kilotonnen). Mit einer solchen Waffe könnte das Land eine Großstadt auslöschen. Glücklicherweise sollen die nordkoreanischen Techniker noch nicht in der Lage sein, die Bombe soweit zu verkleinern, dass sie auf die Spitze einer Rakete passt, doch dies dürfte nur eine Frage der Zeit sein. Der stalinistische Staat ist dem Ziel einer einsatzfähigen Bombe auf jeden Fall näher als der Iran. Für seine Nachbarn, vor allem Südkorea und Japan, wird damit die Zukunft deutlich unsicherer, was Japan irgendwann dazu bewegen könnte, selbst Atomwaffen zu bauen, trotz seines Hiroshima-Traumas.
Seit nun rund 60 Jahren befinden sich beide koreanischen Staaten miteinander offiziell im Krieg, wobei das Hungerreich Kim Jong Il’s seitdem eindeutig den aggressiveren Part gespielt hat. Beginnend mit dem Überfall der nordkoreanischen Streitkräfte auf den südlichen Nachbarn im Jahre 1950, der den Korea-Krieg entfachte, über die Sprengung der halben südkoreanischen Regierung bei ihrem Besuch in Rangun im Jahre 1983 durch nordkoreanische Agenten bis hin zu diversen Provokationen an der Demarkationslinie und Entführungen südkoreanischer Fischer oder japanischer Schauspieler, zieht sich der lange rote Faden nordkoreanischer “Außenpolitik” durch die Geschichte. So ließ z.B. der filmbegeisterte Kim Jong Il in den siebziger Jahren mehrere japanische Schauspieler entführen, um mit ihrer Hilfe den nordkoreanischen Film auf die Weltspitze zu bringen. Wer jedoch einmal bei YouTube Ausschnitte der Filme aus der Produktion des Regiegenies Kim Jong Il gesehen hat, der versteht sofort, warum sein Vorhaben nicht gerade von Erfolg gekrönt war.
Auch in der Gegenwart betreibt die erste kommunistische Monarchie der Welt nicht gerade eine Politik des Ausgleichs, ganz im Gegenteil. Der im Land als “geliebter Führer” bezeichnete Kim Jong Il versucht seit seiner dynastischen Machtübernahme als Nachfolger seines 1994 verstorbenen Vaters Kim Il Sung, genannt “großer Führer”, die Weltgemeinschaft mit der Entwicklung von Atomwaffen zu erpressen. Dafür sind vor allem zwei Gründe ausschlaggebend. Einerseits kann die kommunistische Wirtschaft Nordkoreas seit dem Ausbleiben der russischen Subventionen seine Bevölkerung nicht mehr ernähren, denn in den 1990er Jahren sind schätzungsweise zwischen 500.000 und 1 Million Nordkoreaner verhungert. Andererseits hat sich Nordkorea seit seinem Bestehen durch die Chuch’e Ideologie der bewussten Abschottung international stark isoliert. Der einzige verbliebene Verbündete des Landes ist China – und von diesem Land ist Nordkorea praktisch in allen Bereichen essentiell abhängig. Die Erpressungspolitik der nordkoreanischen Führung soll nun das Ausland dazu bewegen, Energie und Lebensmittel zu liefern und Nordkorea aus der selbstverschuldeten Isolation herausholen, ohne dass dabei der Führungsanspruch der Kommunistischen Partei Nordkoreas unterminiert wird.
Die Weltgemeinschaft darf sich nicht zum Erfüllungsgehilfen der nordkoreasichen Politik machen, denn das Land ist offenbar auch nicht besonders daran interessiert, seine atomare Potenz im Austausch für Energie und Lebensmittel aufzugeben. Davon zeugen u.a. die immer wieder von Nordkorea mit seinen Atombombenversuchen sabotierten sogenannten Sechsergespräche zwischen den USA, China, Japan, Südkorea und Russland auf der einen und Nordkorea auf der anderen Seite.
Der offenbar an Nierenversagen und Krebs leidende Kim Jong Il steht vor einem Dillemma. Er muss die Versorgungslage seiner Bevölkerung deutlich verbessern, wenn er verhindern will, dass einer seiner Söhne in ein paar Jahren über ein von Hunger leergefegtes Land herrscht. Doch dazu müsste er, von der IAEA kontrolliert, sein Atomwaffenprogramm völlig aufgeben. Ohne die Bombe verliert sein Land jedoch an außenpolitischem Gewicht, vor allem gegenüber dem Erzfeind Südkorea. So ist zu befürchten, dass die “Demokratische” Volksrepublik Korea weiterhin seine aktionistische und oft verwirrend undurchsichtige Außenpolitik verfolgen wird, die sich im schlimmsten Fall zu einer militärischen Auseinandersetzung hochschaukeln könnte. Die Folgen wären spätestens dann, wenn die nordkoreanische Atombombe einsatzfähig wird, verheerend.
Der Schlüssel zu einer Lösung oder wenigstens einer Entschärfung der koreanischen Krise liegt in chinesischer Hand. Wirtschaftlicher Druck aus Peking hätte Kim Jong Il kaum mehr eine Wahl gelassen als nachzugeben, denn ohne die Handelsbeziehungen mit seinem westlichen Nachbarn würde Nordkoreas Wirtschaft und in der Folge auch die kommunistische Herrschaft recht schnell kollabieren. Nach dem Kollaps käme es wahrscheinlich zu einer Wiedervereinigung mit Südkorea, womit die ganze koreanische Halbinsel demokratisch und marktwirtschaftlich organisiert wäre. An einem demokratischen, mit den USA verbündeten und unmittelbar an das chinesische Riesenreich angrenzenden koreanischen Staat hat die kommunistische chinesische Diktatur aber logischerweise kein Interesse. Schon einmal, im Herbst 1950 im Koreakrieg, bewahrte Mao Tse Tong mit rund 400.000 Soldaten Kim Il Sung vor der totalen Niederlage gegen die UN-Truppen unter Führung der USA. Ein vereinigtes demokratisches Korea wollte er nicht akzeptieren, um seine eigene kommunistische Herrschaft durch die Ausstrahlung der Freiheit auf sein eigenes Volk über die Grenze hinweg nicht zu gefährden.
Bekanntlich bestehen inernationale Vereinbarungen immer aus einem Geben und Nehmen. Doch was könnten der Westen, Japan, Südkorea und Russland China anbieten, damit es den Schlüssel ins Schloss steckt und das finstere Reich des geliebten Führers wirksam unter Druck setzt? Diese Frage lässt sich derzeit nicht beantworten. Hier offenbart sich, wie die Diplomatie in eine Sackgasse gerät, ein Krieg aber aufgrund der militärisch-atomaren Potenz Nordkoreas und Chinas alles andere als opportun wäre. Sämtliche vom Sicherheitsrat beschlossenen Embargos sind nämlich ohne eine konsequente Beteiligung Chinas völlig wirkungslos. Ein Kaufboykott nordkoreansicher Waren erübrigt sich, denn die wenigen nordkoreanischen Produkte, die das Land oft in Konzentrationslagern herstellen lässt, werden aus Imagegründen meistens unter dem Label “Made in China” ausgeführt.
Bleibt die vage Hoffnung auf einen Sturz des Diktators von innen. Doch auch diese scheint gegenwärtig unrealistisch. Solange Kim die Armee und seinen Partei-Machtapparat genügend mit Privilegien versorgen kann, wird er sich an der Macht halten. Die extreme Indoktrinierung und Gehirnwäsche der Nordkoreaner seit Bestehen des Staates, gemischt mit einer äußerst brutalen Verfolgung “Andersdenkender” macht einen Umsturz noch unwahrscheinlicher. Zu wünschen wäre es allemal, denn Nordkorea kann man mit Fug und Recht als der repressivste unter den funktionierenden Staaten der Welt bezeichnet werden. Die kleinste missverständliche Äußerung gegenüber dem geliebten oder großen Führer oder auch nur ein bloßes Falten einer Tageszeitung an der Stelle, wo ein Abbild des großen bzw. geliebten Führes gedruckt ist (und das gibt es in jeder Ausgabe), kann zu einer langjährigen Verurteilung ins Konzentrationslager und das sogar über mehrere Generationen hinweg führen. Schätzungsweise mindestens 200.000 Nordkoreaner sind in Lagern inhaftiert. Viele sterben dort an Hunger, Erschöpfung durch einen 18-stündigen Arbeitstag (365 Tage im Jahr) oder an der bestialischen Folter, die man mit Glück allenfalls als Pflegefall überlebt. Die aus Nordkorea nach ihrer Entlassung geflohene Soon Ok Lee berichtet, dass Gefangene von den Wärtern bewusst als Tiere ohne Schwänze bezeichnet werden. Als Überlebenstipp gab ihr eine Wärterin mit auf den Weg: Wenn sie das Lager überleben wolle, dann müsse sie aufhören, sich wie ein Mensch zu fühlen. Auch andere Personen, die aus Nordkorea flüchteten und dort einige Jahre in Konzentrationslagern saßen, berichten Ähnliches.
Man kann nur hoffen, dass entweder China, aus welchen Gründen auch immer, sich den irren Diktator zur Brust nimmt, oder aber die Nordkoreaner trotz aller Indoktrination und Verfolgung ihr elendes Dasein in diesem letzten stalinistischen Land mit einem regime change von innen ein für alle mal beenden und die Kraft der Freiheit mit all ihren Vorzügen auskosten können (gute Filme eingeschlossen). Verdient hätten sie es, denn so leben zu müssen wie in der “Demokratischen” Volksrepublik Korea verdient kein Mensch – nicht einmal ein Tier.
Gregor Spalek (33) studiert Soziologie auf Diplom und ist stellv. Kreisvorsitzender sowie Leiter des AK Außen- & Sicherheitspolitik der JuLis Bielefeld.
11. März 2010
Blog Post: Klima schützen ohne Hysterie
Von Florian Sander
Die Debatte um den Klimawandel und die daraus abzuleitenden politischen Maßnahmen ist eine, die von vielen unbekannten Variablen geprägt ist, deren unterschiedliche Interpretation jeweils dazu genutzt wird, die eigenen umweltpolitischen Zielsetzungen zu legitimieren. Um jedoch zu einer möglichst objektiven Sichtweise zu kommen, die weder von Hysterie noch von Ignoranz geprägt ist, lohnt es sich, sich zumindest die wichtigsten Unbekannten einmal genauer anzuschauen und dabei auch ganz ehrlich als „Konstanten des Nichtwissens“ einzukalkulieren.
Ist es der Mensch, der hier am Werke ist, oder die Natur? Laut dem Klimaforscher Thomas Stocker gaben Veränderungen der Erdbahn und die erhöhte Sonnenaktivität den Ausschlag für die Erwärmung. Aber: Der Mensch habe mit der produzierten CO2-Menge einen neuen Antriebsmechanismus installiert, der den Wandel beschleunigt. Skeptiker hingegen sagen, der Beitrag des Menschen im Kohlenstoffkreislauf sei verschwindend gering.
Wird die Wirkung der Sonne auf das Klima unterschätzt? Skeptiker betonen, Helligkeitsschwankungen und nicht Treibhausgase der Sonne seien ausschlaggebend für den Wandel. Die Gegenseite, in diesem Fall Sonnensystemforscher Sami Solanki, sagt, dass seit den 30er Jahren Sonnenhelligkeit und Erdtemperatur voneinander entkoppelt seien und beides sich unabhängig entwickle.
Weitere Skeptiker wenden zudem ein, der Klimawandel sei längst zum Stillstand gekommen, oder gehen sogar davon aus, die Mehrheit der Klimaforscher sei nur darauf erpicht, an Forschungsgelder zu gelangen, weswegen sie das Geschehen dementsprechend skandalisierten.
Während man nun die letzteren beiden Argumente getrost als relativ konstruiert bewerten kann – weder ist der Klimawandel objektiv zum Stillstand gekommen noch kann man glaubwürdig eine derartige Vielzahl von Forschern kollektiv als korrupt abstempeln – so verdienen die beiden ersten genannten Punkte doch mehr Aufmerksamkeit. Was folgt nun daraus für die Politik, die trotz dieser viel zu großen, aber bisher unvermeidlichen Informationsdefizite zur Entscheidung gezwungen ist?
Zum einen muss sie sich ihr Nichtwissen eingestehen und dieses auch offen kommunizieren. Dies würde der Debatte die mitunter aufkommende Polemik nehmen und auch den Bürgerinnen und Bürgern das Dilemma besser verdeutlichen, als dies bisher geschehen ist – es gibt eben zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine „objektiv richtige“ Erkenntnis. Zum anderen kann dies aber nicht bedeuten, nun die Hände in den Schoß zu legen: Die Argumentationen haben gezeigt, dass sich Klimaschutz in jedem Fall lohnt, da es auch unter Einbeziehung aller genannten „Konstanten des Nichtwissens“ nicht unwahrscheinlich ist, dass der menschliche CO2-Ausstoß eine Mitverantwortung trägt. Wie groß diese nun ist, ist freilich eine ganz andere Diskussion. Fazit muss daher sein: Klimaschutz ja – Hysterie nein.
Florian Sander (25) ist Politikwissenschaftler, studiert im Master Politische Kommunikation und ist Kreisvorsitzender der JuLis Bielefeld sowie Mitglied des Rates der Stadt Bielefeld.
10. März 2010
JuLis bei der Programm-Arena

Die Jungen Liberalen Bielefeld besuchten am vergangenen Dienstag die „Programm-Arena“ der nordrhein-westfälischen FDP, welche in Bielefeld gastierte. Wichtigster Punkt des Abends war die Vorstellung des Programmentwurfs „Aufsteigerland NRW 2015“ zur anstehenden Landtagswahl. Der Landesvorsitzende und Innovationsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart und Robert Orth MdL führten durch die gut besuchte Veranstaltung und beantworteten Fragen rund um das entworfene Programm.
„Mit dem vorgestellten Programm können wir motiviert in den Wahlkampf ziehen und unsere liberalen Positionen glaubwürdig vertreten“, bilanziert Marcel Kolbecher, Mitglied des Kreisvorstands der JuLis Bielefeld.
7. März 2010
Situation auf dem Jahnplatz ist untragbar
Die Jungen Liberalen Bielefeld sind angesichts des jüngsten Vorfalls, bei dem ein 17-jähriger Schüler abends angegriffen wurde und seither halbseitig gelähmt ist, stark besorgt um die Sicherheitslage rund um den Jahnplatz und die Innenstadt. Insbesondere der in der neuen Bielefelder Kriminalstatistik verzeichnete Zuwachs von Körperverletzungen und Raubüberfällen zeigt den Handlungsbedarf deutlich auf.
„Nur mit einer dauerhaften Präsenz der Polizei kann schon im Vorfeld präventiv eingegriffen werden. Deswegen muss in den bekannten Problembereichen mehr Personal eingesetzt werden“, fordert der JuLi-Kreisvorsitzende Florian Sander, der auch Mitglied des neu gewählten Polizeibeirats ist. “Die Polizisten tun zweifellos ihr Bestes. Für personelle Engpässe, die die Landespolitik verschuldet hat, können sie nichts. Kommunal müssen wir aber dennoch reagieren.” Daher müsse man zur Not auch private Sicherheitsdienste hinzuziehen.
Da bei den Tätern nicht selten auch ein Migrationshintergrund festzustellen sei, müsse sich auch der Integrationsrat der Stadt des Themas annehmen. „Ich würde mir wünschen, dass er die Problematik in der kommenden Legislaturperiode zu einem seiner Hauptschwerpunkte macht“, so Sander abschließend.
5. März 2010
Poll zur Sicherheit in Bielefeld
An der Umfrage zur Sicherheit in Bielefeld, die nun etwas über 1 Jahr lang auf unserer Website lief, haben insgesamt 155 Personen teilgenommen. Eine Mehrheit von 59 % der Teilnehmer ist der Meinung, dass in einigen Ecken Bielefelds dringender Handlungsbedarf bestehe. 41 % glauben, Bielefeld sei die sicherste Stadt, die man kenne. Für die JuLis Bielefeld ist diese Tendenz eine Bestätigung unseres bisher gefahrenen Kurses, der zu weitergehenden sicherheitspolitischen Maßnahmen auffordert: Die Sicherheit in Bielefeld ist im kommunalpolitischen Geschehen bisher zu kurz gekommen – wir werden das Thema weiter verfolgen und auf die Agenda bringen.
24. Februar 2010
Blog Post: Kinder und Jugendliche im Zeitalter der 24-Stunden-Medien
Von André Kolley
Die Frage der Medien (insbesondere PC und Fernsehen) und ihrer Nutzung durch Kinder und Jugendliche ist mit der Zeit immer relevanter geworden. In der jüngsten Vergangenheit haben sich in der Diskussion dazu zwei Strömungen herausgebildet. Auf der einen Seite die Kritiker wie etwa Hirnforscher Manfred Spitzer: Diese monieren, dass „das Fernsehen dick, dumm und gewalttätig macht“. Auf der anderen Seite Experten wie z. B. Remo Largo, welcher sagt, dass das „Erziehen heutzutage bedeutet, [Kinder] so zu bilden, dass sie sich in der modernen Welt zurechtfinden können. Moderne Technik und Medien sind ein Teil davon.“
Doch angesichts streitender ExpertenInnen scheint es überdies auch den Eltern schwer zu fallen, bei den vielen Diskussionen verwertbares für die eigene Erziehung herauszuziehen. Das gängigste Mittel scheint für die Eltern auch heutzutage noch zu sein, Verbote auszusprechen, um ggf. über die eigene, mangelnde Kompetenz hinwegzutäuschen. Damit scheint aber keinem der Beteiligten geholfen zu sein: Im Gegenteil, die Kinder und Jugendlichen fühlen sich unverstanden, die Eltern überfordert und ein teilweise deutlich älteres Lehrerkollegium nicht in der Lage, praktische Tipps zu geben oder die Rolle als Vermittler zu übernehmen. Dabei scheint die Lösung genauso banal wie logisch zu sein: Miteinander reden und vor allem über das reden, was das Kind am Computer spielt oder welche TV-Sendungen oder Filme es sich ansieht. Dies aber würde ein gewisses Engagement voraussetzen, zu dem nicht alle Eltern Lust, Zeit oder Energie haben.
Dennoch ist auch hierbei anzumerken, das dies nicht die einzige (und vor allem nicht die Muster-)Lösung sein kann, denn viele Eltern haben gemäß Expertenansicht selbst „ein gestörtes Verhältnis zum Medienkonsum“ und ersetzen die Präsenzzeit der Kinder vor dem PC durch stumpfes Fernsehen. Allgemein gilt, dass das Problem der Mediennutzung nicht erst mit dem PC neu aufgekommen ist, sondern auch schon zu Zeiten der Fernseheinführung heftig diskutiert wurde. Wir als AK Bildung, Kultur & Ethik werden dieses sehr komplexe Thema weiterhin verfolgen und auch in den nächsten Sitzungen vertiefen. Dennoch halten wir ein erstes Resümee fest: Der Umgang mit den Medien, sowohl mit dem Fernseher als auch mit dem PC, kann natürlich schädlich sein bei zu intensiver Nutzung (Folge der Vernachlässigung realer Lebensweltprobleme), aber ebenso auch – bei gezielter und kompetenter Nutzung – tiefgreifendes Wissen vermitteln: Man betrachte an dieser Stelle nur einmal das Internet als eine Datenbank unendlichen Ausmaßes, nützlich etwa als Hausaufgabenhilfe.
André Kolley (27) studiert im Master Mathematik und Sozialwissenschaften auf Lehramt und ist Leiter des AK Bildung, Kultur & Ethik der JuLis Bielefeld.
19. Februar 2010
Spalek neuer FDP-Chef in Schildesche
Die Freien Demokraten in Schildesche haben auf ihrem Ortsparteitag am 8. Februar unsere beiden stellv. JuLi-Kreisvorsitzenden Gregor Spalek und Marvin Hartwig zu ihrem neuen Chef bzw. Vize-Chef gewählt. Der bisherige Ortsvorsitzende Thomas Wünsche, der auch Mitglied der Schildescher Bezirksvertretung ist, bleibt dem Ortsverband als Stellvertreter Spaleks erhalten. Für Jörg Schäfer, der bisher stellvertretender Ortsvorsitzender war, rückte Marvin Hartwig nach. Der neue Vorsitzende dankte Thomas Wünsche und Jörg Schäfer für ihre erfolgreiche Arbeit in den letzten Jahren. Schäfer, der zusammen mit Thomas Wünsche seit vielen Jahren das Wirken des Verbandes geprägt hat, trat aus beruflichen Gründen nicht mehr an.
Beide berichteten über die angestrebte „Ampel“-Zusammenarbeit im Rat. Die Freien Demokraten in Schildesche sind sich einig, dass in dieser finanziellen Krise die Politik die Bielefelder Wirtschaft stärken müsse, damit es in der Stadt wieder aufwärts geht und unsere Kommune endlich ein gesundes finanzielles Fundament bekommt. Der neue Ortsverbandsvorsitzende Gregor Spalek meinte:
„Solange wir in Bielefeld nicht genügend Arbeitsplätze haben, werden wir nie aus dieser Krise herauskommen. Die Arbeitslosen dürsten nach Jobs und finden meist keine, deshalb muss die oberste Aufgabe der Politik sein, die Rahmenbedingungen für die Bielefelder Wirtschaft so zu gestalten, dass endlich wieder neue Arbeitsplätze entstehen.“